ohne Google Anlaytics

Fachkräfte für die Region

Rund 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten auf der deutsch-dänischen Regionalkonferenz „Fachkräfte-ja bitte!“ am 25. März in der Nordsee Akademie in Leck etliche Impulse in Sachen „Fachkräfte“: von einer innovativen Willkommenskultur für neue Arbeitskräfte über tragfähige Personalentwicklung bis zu neuen Ideen zur Entwicklung von Fachkräftenachwuchs spannte sich der Bogen der Veranstaltung, die im Rahmen des EU-geförderten INTERREG 4A-Projektes „Knowledge to Employment“ stattfand, an dem auch die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises Rendsburg-Eckernförde (WFG) mitwirkt. Die anwesenden Unternehmen und Kommunen bekamen jede Menge Tipps für eine langfristige Personalentwicklung und hatten die Gelegenheit, sich auch über die Grenze hinweg auszutauschen.

Burkhard Otzen, Geschäftsführer der WiREG mbH, ging in seiner Begrüßung darauf ein, wie wichtig ein gutes Netzwerk in der Region in Bezug auf das Thema Fachkräfte ist. „Die gute Zusammenarbeit  mit unseren Kooperationspartnern hat uns dem Ziel, Fachkräfte mit ihren Familien in die Region zu locken und sie hier zu halten, ein Stück näher gebracht. Unternehmen auf beiden Seiten der Grenze erhalten ausgearbeitete Werkzeuge und profitieren von unserem funktionierenden Netzwerk.“

In seinem Vortrag betonte Unternehmensberater Andreas von Studnitz aus Rendsburg, dass es für Unternehmen wichtig ist, auf die Erwartungen der Fachkräfte einzugehen: „Dieser Weg ist eine Herausforderung, aber er ist alternativlos. Man muss nicht alle Erwartungen umsetzen, aber stellen Sie sich die Frage, was man umsetzen kann.“

Jan Hendrik Maslowski, Personalverantwortlicher der Firma MAC IT-Solutions GmbH aus Flensburg, stellte in seinem Vortrag Werkzeuge vor, die dazu beitragen, dass sich die Fachkräfte in seinem Unternehmen wohl fühlen. „Bei uns hat jeder Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin die gleiche Ausstattung am Arbeitsplatz. Schreibtisch, Bürostuhl, Beleuchtung, Notebook mit Docking-Station –  alle werden gleich behandelt. Das fördert den Zusammenhalt.“

Ulf Rottschäfer, stellvertretender Leiter der Grund- und Gemeinschaftsschule Schafflund berichtete über die sehr guten Erfahrungen und Ergebnisse der Praxisklasse, bei der Schüler und Schülerinnen der 8. und 9. Klassen zwei Praktikumstage in einem Betrieb und drei Tage in der Schule verbringen. „Hier profitieren unsere Schüler und Schülerinnen, die nach ihrem Hauptschulabschluss in den meisten Fällen eine Ausbildung absolvieren können. Ebenso begeistert sind die Unternehmen, die so zu Auszubildenden kommen, die motiviert sind und bereits erste Erfahrungen im Praktikum sammeln konnten. Ein Wermutstropfen bleibt. Das Land will die Gelder für die Praxisklasse leider streichen, so dass das Erfolgsmodell, wider jede Vernunft, nicht weitergeführt werden kann.“

Abschließend betonte Ole Junker Strandlyst, Direktor Erhvervenes Hus Aabenraa: „Wir haben nach Beispielen guter Praxis Ausschau gehalten und über deren Präsentation auf unseren Veranstaltungen anschaulich gemacht, wie die Arbeit mit dem Thema Fachkräfte erfolgreich sein kann. Auch nach Abschluss des Projektes wird das Thema Fachkräfte bei uns im Fokus stehen und wir alle freuen uns darauf, mit Ihnen zusammen weiter daran zu arbeiten.”

________________________________
Das von der EU geförderte INTERREG 4A-Projekt "Knowledge to Employment - Qualifizierte Arbeitskraft und Beschäftigungsmöglichkeiten in der deutsch-dänischen Region" unterstützt insbesondere kleinere Unternehmen der Region in Sachen Fachkräfte. Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anzuwerben und zu halten. Um dieses Ziel zu erreichen, finden Informationsveranstaltungen, Workshops, Messen und Gesprächsrunden statt. Diese richten sich an die unterschiedlichen Akteure auf dem regionalen Arbeitsmarkt. Weiterhin werden Auszubildenden und Studierenden Beschäftigungsmöglichkeiten vor Ort aufgezeigt. Ihr Ansprechpartner bei der WFG ist Thorsten Liliental, Tel. 04871/7617-111.